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Unterschiedliche Modelle der Kinderbetreuung von Städten bevorzugt (was bedeutet das für den Kitastreik?)

Die Städte entscheiden eigenverantwortlich, in welcher Trägerschaft sich die Einrichtungen der Kinderbetreuung befinden.

Ein Beispiel aus der Region Hannover, aufgeschnappt aus der „Neuen Presse“:

„In Pattensen hat die Kinderbetreuung – ob Krippe, Kindergarten oder Hort – ausschließlich private Träger. In Hemmingen und Laatzen gibt es je zur Hälfte städtische und private Einrichtungen. Vor den Sommerferien hatte die Gewerkschaft Verdi die Erzieher und Sozialpädagogen im kommunalen Dienst zum Streik für höhere Löhne und besseren Gesundheitsschutz aufgerufen. In privaten Einrichtungen, in denen die Bezahlung nach Auskunft der Gewerkschaft zwar noch schlechter ist, der Anteil an Gewerkschaftsmitgliedern aber gering ist, wurde nicht gestreikt.


In dieser Sicherheit für die Eltern sieht deshalb Pattensens Bürgermeister Günther Griebe den größten Vorteil einer privaten Trägerschaft. In Pattensen habe sich dies Modell bewährt. Schon der erste Kindergarten 1970 sei vom DRK betrieben worden, das sich als verlässlicher Partner bewährt habe. Finanziell sei es kein Vorteil, da die Träger im Auftrag der Stadt arbeiten und Kosten erstattet bekommen. Gerade für eine kleinere Kommune sei es aber eine Entlastung, wenn die Personalverantwortung in anderer Hand liege, sagt Griebe.“
Der ganze Artikel:

http://www.neuepresse.de/content/view/full/205297

Natürlich besteht der Vorteil für Eltern darin, sich die jeweilig passende Einrichtung aussuchen zu können. Was allerdings davon abhängt, inwieweit diese Einrichtung noch Kapazitäten zur Aufnahme hat. Wenn alle Einrichtungen voll besetzt sind und man auf der Warteliste landet, man aber dringend einen Betreuungsplatz benötigt, hat man wenig Wahlmöglichkeiten.

Auf den Streik bezogen:

Sicherlich freuen sich die Eltern der privaten Einrichtungen, dass ihre Kinder weiterhin täglich zuverlässig betreut werden, im Gegesatz zu den bestreikten Einrichtungen.

Auf Dauer ist aber gerade das ein Trugschluss. Denn, wie bereits erwähnt, werden die pädagogischen Fachkräfte in privater Trägerschaft zu weitaus schlechteren Bedingungen eingestellt und bezahlt.

Worunter schon jetzt die Qualiät der pädagogischen Arbeit leidet.

Fazit: Nicht alles ist in der Realität so schön, wie es in der Theorie klingt!

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