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© morgueFile.com / by taliesin

Das Kind ist satt, es ist sauber, es hat eine frische Windel…

… und trotzdem schreit es. Aus vollem Halse.
Die Nerven der Eltern liegen blank. Verzweiflung und Wut machen sich breit.
Warum schreit das Baby unentwegt?

Wenn ein Säugling auf die Welt kommt, muss er sich an seine neue Umgebung erst gewöhnen. Im Mutterleib hatte er alles, was er brauchte. Es war warm, er hatte immerzu Nahrung, kannte also keinen Hunger. Er musste nicht atmen und hatte keine Kleidung auf der Haut. Es gab auch kein helles Licht oder laute Geräusche.

Nun muss er mit all dem klar kommen. Und das braucht Zeit. Die Fähigkeit, die Reize der Außenelt zu verarbeiten, ist bei jedem Kind unterschiedlich. Es gibt noch keinen Unterschied zwischen dem, was in der Welt um sich herum passiert, und den Gefühlen, die das Baby selber spürt. Alles ist eins.
Wenn Babys Schwierigkeiten haben, diese Reize zu verarbeiten, schreien sie.

Das Problem: Schreit das Kind, will man ihm helfen und probiert alles aus, was ihm möglicherweise helfen kann. Mein Sohn schreit zwar nicht sonderlich viel, aber wenn, dann geht es mir nicht anders. Durch die Wohnung tragen, Singen, auf der Wickelkommode unter die Wärmelampe, Schnuller… man wird ganz irre!
Nur genau das ist falsch. Denn das sind noch mehr Reize. Sie verunsicher das Kind zusätzlich. Und nicht nur das!

Weil wir Eltern alles ausprobieren, aber nichts hilft, geraten wir auch in Unsicherheit. Verzweiflung!
Und der grausame Gedanke: Ich bin eine schlechte Mutter/ Vater. Denn ich kann meinem Kind nicht helfen.
Ich mache alles falsch…

Statt dessen: Tief Luft holen! Ruhe bewahren! (gar nicht so einfach!)

Um auf Nummer sicher zu gehen sollte sich zu aller erst einmal der Kinderarzt das Baby ansehen. Er kann sicher stellen, dass körperlich alles in Ordnung ist.

Als zweites heißt es: Um dem Kind zu helfen, zu erst sich selbst helfen.
Wir sind nicht Schuld!!! Das Kind schreit nicht, weil wir schlechte Eltern sind, oder weil es uns nicht mag!
Jedes Kind liebt seine Eltern. Schimpfen ist übrigens zwecklos. Das Gehirn kann das noch gar nicht umsetzen.
Das Baby spürt etwas und zeigt es. Es ist also völlig hilflos und braucht seine Eltern.

Wenn während des Schreiens gar nichts mehr geht und man mit den Nerven völlig am Ende ist heißt es Abstand finden. Man kann das Baby für einen Moment in sein Bettchen legen und den Raum verlassen. Tief durchatmen und runter kommen! Und dann mit neuer Kraft zurück an die Front.

Abwechseln! Erst der eine Partner, dann der andere. So hat einer von beiden einen Moment für sich und kann sich beruhigen. Stress und Panik spürt das Kind sofort und wird noch mehr verunsichert.

Sich Hilfe holen! Im Internet gibt es viele Schreibaby-Foren und Portale. Es gibt Schrei-Ambulanzen und Beratungsstellen, und sogar Familientherapien für Eltern mit Schreibabys.

Strukur hilft ebenfalls. Zubettgeh-Rituale, ein fester Tagesablauf.
Weniger ist mehr. Keine großen Ausflüge, keine großen Besucherstürme.

Helfen kann auch ein Tragetuch oder das Pucken. Es vermittelt dem Baby etwas, das es von Beginn an seines Lebens kennt, die Geborgenheit im Mutterleib!

Sehr interessante Doku zum Thema:
Menschen Hautnah

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