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Schnuller oder Daumen?

Ja, das ist die Frage, die ich mir grad stelle…

Was ist besser, Schnuller oder Daumen?

Angeblich ist der Schnuller besser, weil er Kiefergerecht ist. Aber werden heutzutage nicht sowieso alle Kinder zum Kieferorthopäden geschickt um eine Zahnspange zu tragen?

Laut Emmi Pikler (Ikone der Kleinkindpädagogik) ist aber der Daumen viel besser. Da sich der Säugling den Schnuller selbst nicht aus bzw. in den Mund schieben kann.

Er wird durch den Schnuller ruhig gestellt und damit in seiner eigentlichen Tätigkeit eingeschränkt. Den Daumen kann er selbst in den Mund schieben, immer dann, wenn er ihn wirklich braucht.
Das fördert zu dem auch noch die Koordination!
Denn Auge, Hand und Mund müssen zusammen arbeiten, sonst wird das nix.

Wie aber soll das funktionieren bei einem noch sehr kleinen Baby, das selber noch gar keine Handkoordination hat. Noch nicht einmal groß weiss, dass da eine Hand ist, geschweige denn ein Daumen?

Eines ist klar: Der Saugreflex muss befriedigt werden! Wie, das ist jeder Mutter und jedem Vater selbst überlassen.
Aber der Saugreflex ist dem Baby angeboren und wird das Saugen befriedigt, werden Glücksgefühle ausgeschüttet, die durch nichts zu ersetzen sind.

Laut Freud befinden sich Säuglinge deshalb auch in der „oralen“ Phase. Sie nehmen durch das Saugen Kontakt mit der Welt auf und erfassen sie über den Mund. Kleinkinder stecken sich sämliche Gegenstände in den Mund.
Und wenn wir mal ehrlich sind, jeder von uns weiss, wie Sand schmeckt und sich auf der Zunge anfühlt 🙂

Von der Hebamme hab ich den Tipp bekommen: Den eigenen gewaschenen kleinen Finger bem unruhigen Baby in den Mund schieben. Es funktioniert! Das Baby ist glücklich und kann sich beruhigen! Angewendet wird das auch von Kinderärzten, wenn sie dem neugeborenen beispielsweise in der U2 Blut abnehmen müssen. Das Baby ist so beschäftigt, und befriedigt, dass es den Schmerz kaum wahrnimmt.

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