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Schulschwänzer – Was tun, wenn die Kinder dem Unterricht fern bleiben?

deggendorf-sexismusdebatte-an-schulenJüngere Kinder gehen meist noch gern und mit großer Motivation in die Schule. Früher oder später kommt jedoch meist die Phase, in denen vielen Kindern die Lust am Lernen schlichtweg vergeht. Spätestens ab der achten oder neunten Klasse, fangen dann einige Jugendliche an, dem Unterricht ohne triftigen Grund fern zu bleiben.

Bestrafung und Ärger sind keine Lösung

Standpauken und Bestrafungen erzielen meist nur wenig Erfolg, wenn es darum geht den Schulschwänzer wieder zum regelmäßigen Besuch des Unterrichts zu motivieren. Und auch wenn die meisten Eltern sich über das Schwänzen ärgern, sollten sie nicht gleich mit Zorn oder Sanktionen reagieren, sondern vielmehr versuchen herauszufinden, warum das eigene Kind dem Unterricht fern bleibt.

Intervention ist nicht immer erforderlich

Vorab sei gesagt, dass es zwei Arten von Schulschwänzern gibt: Selbst bei den besten Schülern kann es vorkommen, dass sie nicht jede einzelne Unterrichtsstunde besuchen. Sind die Noten gemacht und dem Schüler wird innerhalb einer Unterrichtsstunde nichts von Relevanz geboten, nutzen viele Jugendliche ihre Zeit lieber anderweitig. Eltern sollen ein solches Verhalten nicht gutheißen, so lange das Kind jedoch offen darüber spricht, einer Stunde fern geblieben zu sein und vorausgesetzt, die Noten bleiben gut, können Eltern sich allerdings beruhigen: Das Kind bringt ihnen das Vertrauen entgegen, ehrlich zu sein und zeigt gleichzeitig die Reife, selbst Prioritäten setzen zu können. So lange die Fehlzeiten weder für die Noten, noch für die Versetzung gefährdend sind, kann das Verhalten also toleriert werden. Wichtig ist, dass das Kind gute Gründe für sein Fernbleiben vom Unterricht vorweisen kann.

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Schwänzen aus Demotivation

Spätestens jedoch dann, wenn Kinder und Jugendliche jedoch offenkundig einfach die Lust am Lernen verloren haben, ist elterliche Intervention gefragt. Sobald die Noten leiden und die Kinder in einem Maße schwänzen, dass sie den Ansprüchen des Unterrichtsstoffes nicht mehr gewachsen sind, gilt es, sich mit den Ursachen zu beschäftigen. Denn auch hier ist Strafe nicht der erste und beste Lösungsweg. Im Gegenteil: Kinder, die wegen Schuleschwänzen Sanktionen erfahren, geben sich nur noch mehr Mühe, nicht erwischt zu werden.

Gründe für das Fernbleiben von der Schule

Leistungsdruck

Die Gründe für das Schuleschwänzen können ganz unterschiedlich ausfallen: Einige Kinder stehen einfach unter einem zu hohen Leistungs- und Erwartungsdruck, dem sie zu entfliehen versuchen. In diesem Fall sollten Eltern ihre Ansprüche an die Noten des Kindes etwas heruntersetzen. Lässt der Druck nicht nach, ist manchmal ist auch der Wechsel auf eine niedrigere Schulform die bessere Lösung. Denn wer keine Erfolgserlebnisse hat, kann auf Dauer nur die Motivation verlieren.

Gruppendruck

Manchmal lassen sich Kinder auch von ihren Kameraden zum Schuleschwänzen überreden, auch wenn sie eigentlich wissen, dass es nicht richtig ist. Gerade Jugendliche streben nach Zugehörigkeit und der Akzeptanz ihrer Mitschüler. Wer nicht mitmacht, gilt nicht als „cool“ und verliert seinen Status bei den Anderen. Hier gilt es, dass Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken, damit diese lernen, sich vor anderen in ihrer eigenen Meinung zu behaupten und sich Freunde auszusuchen, die sie auch dann respektieren, wenn sie sich nicht dem Gruppenzwang unterordnen.

Mobbing

Im schlimmsten Fall, kann so genanntes „Mobbing“ die Ursache für das Schuleschwänzen begründen. Wenn Kinder das Gefühl haben, in ihrer Klasse sehr unbeliebt zu sein oder ausgeschlossen zu werden, wird der Schulbesuch für sie zur persönlichen Plage. Wenn Schüler vielleicht sogar von anderen Kindern schikaniert werden, kann dies zur regelrechten Qual umschlagen. In diesem Fall sollte ein Klassen- oder Schulwechsel in Betracht gezogen werden.


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Schulschwänzen in den Griff bekommen

Kommt es häufig vor, dass das eigene Kind die Schule schwänzt sollte zunächst das Gespräch mit dem Kind selbst erfolgen. Dabei sollten Eltern unbedingt versuchen, ruhig zu bleiben und die Perspektive des Kindes wirklich zu verstehen, damit die Ursachen identifiziert und gemeinsam mit dem Kind eine Lösung gefunden werden kann. Bringt ein Gespräch mit dem Kind keine Besserung, sollte als nächstes der Kontakt mit dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin gesucht werden. Hierbei ergibt sich vielleicht eine neue Perspektive und versteckte Ursachen werden aufgedeckt. Auf jeden Fall sollte man die Klassenlehrer bitten, immer kurz anzurufen, wenn der Schüler im Unterricht gefehlt hat, selbst dann, wenn eine schriftliche Entschuldigung vorgelegt wurde. Schulschwänzer, welche die Unterschrift ihrer Eltern fälschen oder sogar den Arzt mit vorgetäuschten Krankheiten um ein Attest erleichtern, sind keine Seltenheit.

Sexismusdebatte an Schulen

Aufgrund der Vorwürfe gegen den FDP-Politiker Rainer Brüderle hat Donau TV auf einer Schulleitertagung in Deggendorf Meinungen zum Sexismus gesammelt.


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