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Adoption – Familienglück mit Hindernissen

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Viel Paare wünschen sich nichts mehr, als eigene Kinder. Wenn die Natur dem Kinderwunsch jedoch einen Strich durch die Rechnung macht, setzen die Wunscheltern oft alle Hebel und Knöpfe in Bewegung, um dennoch eine Familie gründen zu können. „Künstliche Befruchtung“ ist hierbei allerdings nicht immer die erste und beste Option, die gewählt wird. Stattdessen entscheiden sich immer mehr Paare für eine Adoption.

Babys werden bei der Adoption bevorzugt

Leider gibt es nicht gerade wenige Kinder, die derzeit ohne Familie aufwachsen. Da jedoch gerade die ersten Lebensmonate für Kinder prägend sind, bevorzugen potentielle Adoptiveltern vor allem Neugeborene und Babys bei der Adoption. An dieser Stelle müssen viele der künftigen Eltern jedoch feststellen, dass sie nicht die einzigen Paare sind, die einen innigen Kinderwunsch hegen und gern ein noch möglichst sehr junges Kind adoptieren möchten. Da gerade Neugeborene sehr schnell Adoptiveltern finden, gehen am Ende daher viele Paare leer aus.


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Schwierigkeiten mit älteren Kindern

Ältere Kinder haben dagegen oft wesentlich schlechtere Chancen auf eine Adoptivfamilie. Der Grund hierfür liegt einerseits darin, dass potentielle Adoptiveltern ihr Kind gern so weit möglich aufwachsen sehen und vor allem in der prägenden Anfangszeit dabei sein möchten. Andererseits besteht bei den potentiellen Eltern im Bezug auf ältere Kinder oft die Angst, dass diese aufgrund ihrer Erfahrungen und dem, was sie eventuell durchgemacht haben, bereits sehr stark negativ geprägt sind und später Schwierigkeiten in der Entwicklung dieser Kinder auftreten. Besonders junge Eltern befürchten, diesen Herausforderungen vielleicht nicht gewachsen zu sein. Dabei sind es gerade die etwas älteren Kinder, welche die Wärme und die Stabilität einer Familie meist am dringendsten benötigen, um sich am Ende trotz ihrer Erlebnisse positiv entwickeln zu können.

Rechte und Pflichten bei der Adoption

Bei einer Adoption geschieht im Grunde dasselbe, wie bei einer normalen Geburt: Die Adoptiveltern erhalten sämtliche Rechte und Pflichten, die sie auch für ihr leibliches Kinder übernehmen dürften und müssten. Mit der Adoption wird das Kind unwiderruflich in den Haushalt der Adoptiveltern aufgenommen. Es kann nicht zurückgeschickt werden und die neuen Eltern sind verpflichtet, für das Kind wie für ein leibliches Kind zu sorgen.

Im Bezug auf die leiblichen Eltern des adoptierten Kindes bedeutet dies aber auch, dass alle Ansprüche und rechtliche Verbindungen erlöschen. Dies gilt beispielsweise auch für das Erbrecht aber auch für Unterhaltsansprüche.


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Offene und anonyme Adoption

Bei der anonymen Adoption bleibt die Herkunftsfamilie des Kindes unbekannt. Jugendämter bevorzugen heutzutage jedoch eher eine offene Adoption, bei welcher die leiblichen Eltern des Kindes bekannt sind. Einige Adoptiveltern scheuen sich jedoch vor jedweden Informationen, welche die leiblichen Eltern ihres Adoptivkindes betreffen. Der Grund hierfür liegt häufig in der Angst vor Vorurteilen, welche die Adoptiveltern gegenüber den leiblichen Eltern hegen und unbewusst auf ihr Adoptivkind übertragen könnten. Wird also beispielsweise das Kind aus einer Familie mit drogenabhängigen Eltern adoptiert, können die Adoptiveltern unbewusste den Gedanken hegen, dass ihr Schützling später besonders anfällig für die Verführung durch Drogen sein könnte und diesbezüglich sehr sensibel oder übervorsichtig in ihrer Erziehung reagieren.

Voraussetzungen für eine Adoption

Um ein Kind adoptieren zu können, müssen interessiere Paare sich zunächst einer „Prüfung zur Adoptionseignung“ unterziehen. Der erste Gang sollte erst einmal zum Jugendamt führen, wo Paare ausführlich zum Thema Adoption sowie der Prüfung für die Eignung zur Adoption informiert werden. Da bei der Adoption stets das Wohl des Kindes im Vordergrund steht, prüft das Jugendamt sehr genau, wer ein Kind adoptieren möchte und ob die entsprechenden Personen, die mit einer Adoption verbundene Verantwortung übernehmen können.

Hierbei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: Wichtig ist beispielsweise eine intakte Paarbeziehung aber auch das Alter ist ein Faktor: Für Paare im Alter zwischen 25 und 40 Jahren ist die Chance auf ein Adoptivkind am größten. Desweiteren wird geprüft, ob einer der Partner eine lebensgefährliche Krankheit hat, suchtgefährdet oder psychisch instabil ist. Aus diesem Grund muss sowohl ein ärztliches Attest, als auch das Führungszeugnis vorgelegt werden. Die letzten beiden Faktoren betreffen das Einkommen des Paares sowie den verfügbaren Wohnraum. Das Kind sollte finanziell abgesichert sein und zumindest über ein eigenes Zimmer verfügen können.

Auslandsadoption

In Deutschland kann es, trotz Erfüllung aller Voraussetzungen oft zu langen Wartezeiten kommen. In der BRD sind nämlich wesentlich weniger Kinder ohne Familien, als in vielen anderen Ländern. Wer die langen Wartezeiten umgehen oder sich besonders für Kinder aus ärmeren Ländern stark machen möchte, kann alternativ auch über eine Auslandsadoption nachdenken.

Diese Entscheidung sollte jedoch wohl überlegt sein, da in vielen Fällen bei solchen Kindern wenig über die familiäre und gesundheitliche Vorgeschichte bekannt ist. Die Entwurzelung oder die bisherigen Erfahrungen des Kindes, können sich in seiner späteren Entwicklung bemerkbar machen. Paare, die mit dem Gedanken einer Auslandsadoption spielen, sollten daher eine höhere Risikobereitschaft aufweisen als andere Adoptiveltern. Zudem sollten sie sich darauf einstellen, dass sie viel Geduld und ein gesondertes Maß an Verständnis für das adoptierte Kind mitbringen müssen.


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Zwei Varianten der Auslandsadoption

Bei der Auslandsadoption gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder lebt das Kind noch im Ausland und wird nach der Adoption nach Deutschland gebracht oder aber es handelt sich um ein Kind mit ausländischer Herkunft, dass bereits in Deutschland lebt und von deutschen Eltern adoptiert werden soll. Bei ersterem Fall ist zusätzlich ein „zwischenstaatliches Vermittlungsverfahren“ notwendig, bevor das Kind adoptiert werden kann.

Fazit

Am einfachsten haben Eltern es meist mit der Adoption eines Neugeborenen. Jüngere Kinder sind noch unbedarfter, oft erinnern sie sich später nicht einmal daran, je in einer anderen Familie als ihrer jetzigen gelebt zu haben. Dies kann viele Probleme im Laufe der Entwicklung eines Kindes vermeiden. Die Adoption von älteren Kindern ist für die neuen Eltern meist eine größere Herausforderung und leider gibt es hierbei kein Patentrezept. Je nach Vorgeschichte, früheren Erfahrungen und der aktuellen Entwicklungsphase, braucht jedes Kind in anderer Hinsicht die spezielle Aufmerksamkeit der Eltern. Außerdem kann es passieren, dass gerade ältere Kinder die neuen Adoptiveltern nicht als eigene Familie akzeptieren wollen oder sich hiermit zumindest schwer tun. Trotz allem brauchen auch ältere Kinder ein Zuhause, dass ihnen Förderung und Geborgenheit zukommen lässt. Eltern, die sich dieser Herausforderung gewachsen sehen, sollten also auch älteren Kindern eine Chance geben. Zudem sind nicht alle älteren Adoptivkinder auch zwangsweise gleich „Problemkinder“ – denn dies ist ein weit verbreitetes Vorurteil.

Adoptionsrecht für Homosexuelle

Homosexuelle, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben, dürfen künftig ein von ihrem Partner zuvor angenommenes Kind adoptieren.


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