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Immer mehr Kinder leiden unter Depressionen

eltern-erziehung-kinder-im-stress-aerger-tv-mitschnitt-by-elternblognews-deDie Zahl der Kinder, die unter Depressionen leiden, ist in den letzten Jahren stark angestiegen.

Das Mädchen Annabel (Name von der Redaktion geändert) spricht leise, ihr Blick ist nach innen gekehrt. „Vor zwei Jahren hat es angefangen. Ich hatte keine Lust zu nichts, wollte nur im Bett liegen. Ich war sehr traurig.“ Sie kann keinen Augenkontakt aushalten und schaut lieber zu Boden. Ihr Lachen ist unsicher.

Die 14jährige leidet unter Depressionen. Ihrer Mutter hat sie sich erst spät geöffnet. Heute wissen ihre Mitschüler und Freunde um ihre Krankheit. Die Mutter sagt: „Am Anfang habe ich ihr Verhalten auf die Pubertät geschoben. Doch irgendwann waren die Stimmungsschwankungen nicht mehr normal“. Nachdem beide professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, steht die Diagnose Depression fest.

Mittlerweile leidet jeder 20. Jugendliche unter einer Depression, die stationären Klinikaufenthalte haben sich versechsfacht. Die Zahl der Fälle in Deutschland, die stationär behandelt wurden, ist von 2145 im Jahr 2000 auf 12.567 Jugendliche im Jahr 2012 angestiegen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Annabel war fünf  Monate in einer Tagesklinik.

Wichtig ist zu das Krankheit und der größeren Bereitschaft, sich damit auseinanderzusetzen, zurückzuführen.

Die erhöhte Zahl der Fälle ist nach Aussage des Kinder- und Jugendpsychologen Martin Holtmann vom Universitätsklinikum Hamm nicht nur auf ein schnelleres Erkennen der Krankheit und der größeren Bereitschaft, sich damit auseinanderzusetzen, zurückzuführen.  „Auch höhere Leistungsanforderungen in der Schule sowie Veränderungen im Familienbild können eine Depression begünstigen“, sagt Holtmann. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) verweist auf das frühere Eintreten der Pubertät, das die Wahrscheinlichkeit einer Depression ebenfalls erhöht.

Die genauen Ursachen lassen sich schwer herausfinden. Verschiedene Faktoren wie Stress in der Schule oder die Trennung der Eltern können Auslöser sein. Annabel kann nicht genau sagen, was sie krank werden ließ: „Schulisch und persönlich“ flüstert sie. Mehr möchte die Realschülerin nicht sagen.

„Ich sage ihr immer wieder, sie muss mir das erklären. Ich kann mich nicht in ihre Lage versetzen.“ sagt Annabels Mutter. Ihre Tochter vertraut sich lieber anderen an, zum Beispiel ihrem Psychologen, zu dem sie einmal die Woche geht. Mittlerweile vertraut Annabel ihm und spricht über ihre Gefühle und über ihre Belastungen. Die Mutter ist manchmal dabei, weil die Psychotherapie von Kindern auch immer eine Familienbehandlung ist. Annabels Mutter fühlt sich trotzdem oft hilflos: „Wenn ich denke, jetzt sind wir auf einem guten Weg, dann fällt Annabel wieder in ein Loch.“
Für beide ist es schwer, damit umzugehen. Annabel versucht zu erklären, das jedes Tief anders ist. Es fange bei ihr immer mit schlechter Laune an und dann setze es sich fest, versucht sie zu erklären. Schlafstörungen könnten schon ausreichen, ein Symptom der Krankheit, sowie Konzentrationsprobleme, Antriebsarmut und vermindertem Selbstvertrauen. „Sie denkt, sie ist nichts wert und alle haben sich gegen sie verschworen“, erzählt ihre Mutter. Sie kann nicht sagen, woher diese schweren Gedanken kommen. Sie hat Angst um ihre Tochter und versteht nicht, was in Annabel vorgeht.

Der Austausch mit ebenfalls betroffenen Eltern könnte helfen

Julia Ebhardt, Projektleiterin von Fideo (Plattform zum Thema Depression, “Fighting Depression Online”) glaubt, dass der Austausch mit ebenfalls betroffenen Eltern helfen könnte. Auf Fideo können sie anonym diskutieren und sich informieren. „Viele Jugendliche quälen sich mit Themen wie Mobbing, schlechten Schulnoten oder dem Umgang mit ihren Eltern“, sagt Julia Ebhardt.

Mit Fremden möchte Annabel sich nicht beraten, das fällt ihr schwer. „Dafür redet sie mit anderen depressiven Jugendlichen, die sie aus der Therapie kennt. Das gefällt mir gar nicht!“, sagt Annabels Mutter. „Ich weiß nicht, worüber sie reden und ob sie sich auf dumme Gedanken bringen“, fügt sie hinzu. Dumme Gedanken sind Selbstmordgedanken, die bei depressiven Jugendlichen nicht selten sind, erklärt Kinder- und Jugendpsychologe Holtmann. Annabel ist verstummt, schüttelt nur abwehrend den Kopf. Ein vorsichtiges Lächeln, ein Händedruck und sie huscht in ihr Zimmer.

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