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Artikel-Schlagworte: „Sexualerziehung“

Matschen erlaubt!

Eltern fällt es immer wieder schwer,

Kinder lieben es – das Matschen!

Genüsslich die Finger in Fingerfarbe tauchen, Brei zwischen den Händen reiben, aus Sand und Wasser kleine Bauten konstruieren, in Pfützen „baden“…
Die Liste ist lang, was Kinder gerne mit Matsch machen.
Viele Eltern sind davon nicht so begeistern.
Die Kleidung wird dreckig. Die guten Schuhe leiden oder die Sorge, das Kind könnte sich erkälten.
Erzieherinnen in Kindergärten müssen sich immer wieder mit verärgerten Eltern abkämpfen.

Doch ist das Matschen für die kindliche Entwicklung unerlässlich!
Die Wahrnehmung wird angesprochen, die Feinmotorik gefördert und ein tiefes Zufriedenheitsgefühl stellt sich ein.
Das kindliche Spiel funktioniert nicht nach äußerlich fest gesetzten Regeln, sondern ist bedürfnisorientiert.
Somit können Kinder dem Matschen gar nicht wiederstehen. Sie sollten jede Möglichkeit bekommen, es ausleben zu dürfen.

Aus Entwicklungspsychologischer Sicht hängt das Matschen mit der analen Phase zusammen. Die anale Phase durchleben Kinder im Alter von 2-3 Jahren. Sie lernen, den eigenen Körper, ganz speziell den Schließmuskel zu kontrollieren. Kinder spüren in diesem Alter bewußt, dass sie Dinge ausscheiden und zurück halten können.
Das Matschen steht hierbei symbolisch für die Ausscheidungen.
Wird Kindern dieses verwehrt, überträgt sich diese Abwehr auf sich selbst. Denn der Kot ist ja ein Teil seines Körpers.
Ist der Kot ekelig, ist es das Kind auch.
Wird eine übertriebene Sauberkeitserziehung durchgezogen, kann es zu schweren psychischen Erkrankungen kommen.
Zwangserkrankungen wie ein Sauberkeitszwang können damit in Verbindung stehen.

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